Emailletassen – Nostalgie und Funktionalität, die schon Oma und Opa schätzten

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Wir können nun auch Emailletassen bedrucken… nicht nur schön, auch retro.

 

Was Oma und Opa schon wussten…

Der Emaillebecher ist ein treuer Weggefährte, er ist robust und hält dein ganzes Leben lang. Er ist quasi der Wegbegleiter in allen Lebenslagen. Mit nostalgischem Blick in die Vergangenheit – als Oma im Emailletopf die Milch auf dem Herd erwärmt hat. Beim Camping mit Emaille Geschirr oder Outdoor im Zelt in Mitten der Alpen ein warmer Tee aus dem Emaillebecher. Der Becher aus Emaille ist aber nicht nur etwas für Nostalgiker oder Outdoor Fans, nein er hat viel mehr Liebhaber. Das Camping  auf Festivals beispielsweise oder auch das Wandern, was immer mehr junge Leute für sich entdecken. Hier wird einfach ökologisch und praktisch gedacht und natürlich ist der Emaillebecher beim Abenteuer mit dabei und oft komplettiert er das emaillierte Geschirr Set. Ob man nun Kaffee, Tee oder auch Alkohol aus ihm trinkt – oder eben Suppe, Eintopf, Müsli oder Nachtisch mit ihm genießt. Selbst als Blumentopf oder unterwegs als Wassernapf für den Hund wäre er geeignet. So ist er eben, der echte Emaille Becher.

Emaille ist sehr hochwertig und langlebig und heutzutage nicht mehr überall erhältlich.

 

Was ist Emaille?

Emaille ist eine anorganische, glasartige Masse, die bei Temperaturen über 550 °C meist auf Metall aufgeschmolzen wurde und mit diesem eine feste, fast unlösbare Verbindung eingegangen ist. Als Trägermaterial für das Emaillieren von Schmuck werden Kupfer, Silber, Gold und Glas verwendet, für das Emaillieren von Haushaltsartikeln, wie Küchenherde oder Töpfe, Badewannen usw. wird kohlenstoffarmer Stahl verwendet. Das Wort Emaille ist entstanden aus dem althochdeutschen smelzan = Schmelze (englisch: smelt); im Französischen wurde daraus émail. Im Deutschen sind heute die Wörter „das Email“ oder „die Emaille“ gebräuchlich. Eine Emaillierung ist der Verbundwerkstoff, der aus einem Email (Emaille) und dem Träger(material) besteht.

Herstellung von Emails und Emaillierungen

Die Emaille-Rohmasse wird im Wesentlichen aus 34 % Borax, 28 % Feldspat, 5 % Flussspat, 20 % Quarzsand der Körnung 0,1 – 0,4 mm und 6 % Soda hergestellt. Hinzugegeben werden je nach gewünschter Eigenschaft Kobalt-, Mangan-, Nickeloxid usw. Diese Rohstoffe werden zunächst in Mühlen zerkleinert und fein gemahlen. Das „Mehl“ wird in einem Drehrohrofen auf 1.080 – 1.250 °C erhitzt, so dass die einzelnen Einsatzstoffe zu einer homogenen Masse zusammenschmelzen. Nach ca. 2 Stunden wird die „Schmelze“ in kaltem Wasser abgeschreckt. Dadurch erstarrt die „Schmelze“ und zerspringt in etwa 2 mm große glasklare Körner, die sog. Emailfritten.

Email-Abstrich: Abschrecken der homogenen Glasschmelze im Wasserbad

Verschiedene Emailfritten

Die Emailfritte wird getrocknet und in Trommelmühlen zusammen mit Ton und Quarzmehl (z. B. Mahlfeinheit M 6) sowie 30 % bis 40 % Wasser zu einer Suspension vermahlen, die Emailschlicker genannt wird und in der die Körnchen noch eine Größe von etwa 0,02 mm besitzen.

Die zu emaillierenden metallischen Gegenstände werden ausgeglüht, in Säuren geätzt, mit Laugen neutralisiert und gewaschen. Der Emailschlicker wird durch Tauchen, Spritzen oder Streichen auf den Gegenstand aufgebracht und in Trocknern bei etwa 90 – 120 °C zu einer Pulverschicht („Emailbisquit“) getrocknet. Anschließend wird das Emailbisquit in Öfen bei Brenntemperaturen von 840 °C bis 900 °C in den Gegenstand eingebrannt. Dabei schmilzt das Emaillebisquit zu der glasartigen Emailschicht.

 

Es wird stets eine Grundemail-Schicht auf das Trägermetall aufgeschmolzen und eingebrannt, um die Haftung des Emails auf dem Metall zu gewährleisten. Diese Haftung entsteht durch chemische Reaktionen von Kobalt- und Nickeloxid, die in die Grundemails eingeschmolzen wurden. Bei der Emaillierung von Stahl ruft diese chemische Reaktion mit dem Eisen im Stahl eine blaue Farbe der Grundemailschicht hervor.

Nach dem Abkühlen wird dieser Prozess mit dem Deck-Emailschlicker wiederholt. Die Deckemails werden auf die Grundemails mit einer Einbrenntemperatur von 840 °C aufgeschmolzen. Diese Deck-Emailschlicker sind Träger der Gebrauchseigenschaften der Emaillierungen, z.B. Farbe, Glanz, Korrosionsschutz, chemische Beständigkeit gegen saure und basische Einwirkungen, mechanische Beständigkeit. Entsprechend der vorgesehenen Gebrauchseigenschaft werden chemische Hilfsstoffe in den Emailschlicker gegeben.

Die Deck-Emails werden unterteilt in Weiß-Emails und Transparent-Emails. Die Farbe von Emaillierungen entsteht hauptsächlich durch 2 Verfahrensweisen.

Für die Farbe Weiß wird ein ursprünglich durchsichtiges und farbloses Weißemail verwendet; beim Aufheizen auf etwa 700 – 850 °C kommt es zur Kristallisation von Titaniumdioxid. Die dabei gebildeten Kristalle sind kleiner als 0,1 µm und nur im Elektronenmikroskop erkennbar. Durch Lichtbeugung und -streuung an den Titaniumdioxidkristallen entsteht die weiße Farbe des Weißemails. Bei Transparent-Emails findet beim Aufheizen keine Kristallisation statt, sie sind daher auch nach dem Aufschmelzen auf ein Grundemail klar durchsichtig.

Andere Farben werden durch das Einbringen (Einmahlen) von anorganischen Farbpigmenten in den Emailschlicker von Transparentemails erzeugt. Nach dem Einbrennen des Emailbisquits liegen die Pigmentkörnchen sehr fein verteilt in der glasigen Matrix des Transparentemails vor und rufen durch Adsorption von Licht bestimmter Wellenlängen einen Farbeindruck hervor.

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